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Sommerferienbeginn: Mathe hört am Schultor auf
Spielerischer Umgang macht Freude
Hamburg, 24. Juni 2010. Schüler beschäftigen sich außerhalb des Unterrichts nicht gerne mit Zahlen. Für 60 Prozent von ihnen beginnt und endet die Beschäftigung mit Mathe und Rechnen am Schultor. Das ergab die repräsentative Studie „Rechnen in Deutschland“, die im Auftrag der Stiftung Rechnen und des Online-Lernsystems bettermarks von forsa durchgeführt wurde.
Die Ergebnisse der Studie bestätigen die Vermutung: Je besser die Schüler, desto eher kommt Rechnen auch in ihrer Freizeit vor. Schüler mit einer guten oder sehr guten Mathe-Note setzen sich deutlich häufiger (46 Prozent) auch fernab des Klassenzimmers mit Mathematik und Rechnen auseinander als Schüler mit einer Note vier oder schlechter (25 Prozent). Computer- bzw. Internetspiele (45 Prozent) sowie Karten- und Brettspiele (43 und 30 Prozent) sind dabei die am häufigsten genannten Freizeitbeschäftigungen, in denen Mathematik eine Rolle spielt. Die Mitgliedschaft in einer Mathe-AG ist dagegen eine absolute Ausnahme – nur 1 Prozent der befragten Schüler engagiert sich auf diese Weise außerhalb des Matheunterrichts. 16 Prozent würden gerne an einer Mathe-AG teilnehmen, wenn Sie die Möglichkeit dazu hätten.
„Wir wollen erreichen, dass Rechnen in der Freizeitgestaltung der Schüler mehr Platz einnimmt. Mathematische Knobeleien gehören in den Alltag. Hier ist vor allem das Engagement der Eltern gefragt“, sagt Johannes Friedemann, geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Rechnen. „Gerade in den bevorstehenden Sommerferien gibt es zahlreiche Möglichkeiten spielerische Freude am Rechnen zu haben. Zum Beispiel während der Auto- oder Zugfahrt auf dem Weg in den Urlaub.“ Ideen reichen von Würfelspielen wie Kniffel über Rechen-Apps bis hin zum Addieren von Nummernschildern vorbeifahrender Autos. Auch die Berechnung der Reisezeit bei unterschiedlichen Fahrtgeschwindigkeiten kann die Ankunft bis zum Urlaubsort spannend machen.
Unter www.stiftungrechnen.de/zahlenwelt sind zudem hilfreiche Matheportale und regelmäßig neue Rechenrätsel für Kinder unterschiedlicher Altersgruppen zu finden.
Für die Studie „Rechnen in Deutschland“ wurden im Rahmen einer repräsentativen Stichprobe 1.370 Schüler aller Schulformen ab Klassenstufe fünf, 1.057 Personen zwischen 18 und 65 Jahren und 1.029 Eltern mit schulpflichtigen Kindern bundesweit befragt.

